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Markus Glößl in Polen


Kitzbühel, im Juni 2006
Markus Glößl
BMI.SIAK.BZS Tirol, 6067 Absam
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Mobil: 0664/4208511

Tiroler Polizist trug die Flamme der Hoffnung durch Polen


markus_gloesslAm 7. Juni 2006 wurden in Warschau in der Torwar-Sporthalle die 8. Special Olympics Sommerspiele für Polen in einer großartigen Zeremonie eröffnet und die Olympische Flamme entzündet. 25 Polizistinnen und Polizisten aus Polen und anderen europäischen Ländern (Zypern, Türkei, Rumänien, Ungarn, Litauen, Slowenien und Österreich) brachten die brennende Fackel, auch Flamme der Hoffnung genannt, in die Arena und übergaben sie einem ausgewählten Special-Olympics-Athleten, welcher damit unter dem Applaus der Zuschauermenge die Feuerschale entzündete. Der Tiroler Polizist Markus Glößl (Lehrer im Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive in Tirol) war als Vertreter der Österreichischen Polizei Mitglied der Fackelläufer.

Bild: Markus Glößl, BZS Tirol, mit der Fackel durch die Stadt Posen.






Der Fackellauf (Law Enforcement Torch Run) erstreckte sich über die fünf vorangegangen Tage und führte durch 13 der 16 polnischen Woiwodschaften, also durch fast das ganze Land. Entfacht wurde die Flamme der Hoffnung am Beginn der Tour im Rahmen einer Feier vor dem Polizeihauptkommando in Warschau bei dem Denkmal für die im Dienst ums Leben gekommenen Polizisten in Anwesenheit des Polizeikommandanten für Polen. Die Route mit der brennenden Fackel führte von Warschau nach Bialystok, Olsztyn, Bydgoszcz, Poznan (Posen), Zielona Gora, Jelena Gora, Opole, Krakau, Rzeszow, Stalowa Wola, Lublin, Skarzysko-Kamienna, Lodz und wieder nach Warschau.

Ziel des Fackellaufes war, in den besuchten Städten möglichst viel Aufsehen zu erregen um dadurch die Idee der Special Olympics Bewegung und die bevorstehenden Sommerspiele in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Praktisch lief das folgendermaßen ab: Die Fackelläufer "lebten" in einem Bus, der sie von Stadt zu Stadt beförderte. Am jeweiligen Stadtrand wurde die mit einem Lampenöl gespeiste Fackel mit dem Originalfeuer aus einer auslöschsicheren Laterne angezündet. Die Truppe, einheitlich in blau-roten Laufdressen, formierte sich in Dreiherreihe und wurde meist von örtlichen Polizisten, Polizeischülern und immer auch von Special Olympics Athleten verstärkt. Unter dem Schutz von Polizeieinsatzfahrzeugen lief der gemischte Zug dann, laut singend, durch belebte Straßen in das Zentrum, wo der Bürgermeister (in Polen Präsident genannt) mit anderen Personen des öffentlichen Leben wartete. Es spielte Musik, Ehrungen, Ansprachen und Interviews wurden gemacht und manchmal waren auch Schülergruppen oder auch mental behinderte Menschen da, die Tänze aufführten. Das waren manchmal sehr berührende Augenblicke. Fernsehen, Radio und Zeitungen berichteten stets ausführlich und freundlich. Dann ging es wieder im Laufschritt hinaus aus dem Stadtzentrum und zurück zum Bus - Weiterfahrt in die nächste Stadt. Die Fackelläufer verteilten bei jeder Gelegenheit Informationsbroschüren an die Erwachsenen und lustige Ansteck-Buttons an die Kinder. Die gesamte Route hatte 2153 km, gelaufen wurde während der fünf Tage insgesamt 79 km.

Für die Polizeiangehörige ist eine derartige Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte mit Kollegen andere Staaten zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, aber auch ihre humanitäre Gesinnung in der breiten Öffentlichkeit zu manifestieren und dadurch das Ansehen der gesamten Polizei in der Bevölkerung zu heben.

Markus Glößl

Der "Law Enforcement" - Stafettenlauf für Special Olympics

Der "Law Enforcement Torch Run" zugunsten von Special Olympics setzt sich aus einer Reihe von internationalen Stafettenläufen von Polizeibeamten im Vorfeld der Sommerspiele aller Bundes- oder Landesorganisationen zusammen. Im Verlauf dieser Stafettenläufe sammeln die Polizeibeamten Geld für ihre jeweiligen Special Olympics Landesverbände.

Der Law Enforcement Torch Run ist sowohl die bedeutendsten Spendenaktion von Special Olympics als auch das wichtigste Mittel zur Bewußtseinsbildung in der Öffentlichkeit. 2005 konnten durch diese internationale Aktion mehr als 20 Milionen Dollar für Special Olympics gesammelt werden. Fast 70.000 Polizeibeamte trugen die "Flamme der Hoffnung" durch 50 Bundesstaaten und 23 Nationen, sammelten Spenden und machten auf Special Olympics aufmerksam. Zusätzlich wurden die Läufer in ihrem Bemühen von tausenden Menschen durch die Sponsoraktion "Adopt - A - Cop" und durch lokale Spendenaktionen wie beispielsweise die von einem Restaurant durchgeführte Aktion "Tip - A - Cop" unterstützt. Insgesamt wurden mehr als 240.000 T-Shirts und andere Souvenirs an die Zuschauer und die Kollegen, Angehörigen und Freunde der Polizisten verkauft.

Die Idee zum Law Enforcement Torch Run entstand 1981, als Richard LaMunyon, der Polizeichef von Wichita im Bundesstaat Kansas, die dringende Notwendigkeit erkannte, Spenden zu sammeln und auf Special Olympics aufmerksam zu machen. Er sah in der Idee eines Stafettenlaufes die Möglichkeit, Polizeibeamte in ihre Gemeinde und in Special Olympics einzubinden. Nachdem in Kansas 3 Jahre lang erfolgreich diese Läufe durchgeführt worden waren, trat LaMunyon mit dieser Idee an den Internationalen Verband der Polizeichefs (IACP) heran. Mit der begeisterten Unterstützung und unter der Federführung des IACP und der gleichzeitigen Beteiligung verschiedenster Polizeiverbände, der Polizeigewerkschaften, der Polizeibeamten auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene, der Militärpolizei, der Bundespolizei und der Gefängnisbeamten weitete sich die Aktion 1985 auf 7 Bundesstaaten, 1986 auf 43 und 196 auf 50 Bundesstaaten und 23 Nationen aus. Für die weiteren Jahre sehen die Pläne eine deutliche Expansion in Europa und Asien vor.

Alle 2 Jahre bilden Polizisten als Vertreter des Torch Run-Verbandes ihres Bundesstaates oder ihres Landes ein "Final Leg Team", das die olympische Flamme bei den Eröffnungsfeierlichkeiten der Special Olympics Weltspiele überbringt.

Nach dem sehr erfolgreichen Verlauf der Special Olympics World Wintergames 1993 in Schladming und Salzburg wurde auch in Österreich im Jahre 1994 die Initiative "Exekutive für Special Olympics" durch den Salzburger Gendarmen Andi Reiter gegründet. Gendarmen und Polizisten machten es von nun an zum Ziel, dem amerikanischen Beispiel Folge zu leisten und mitzuwirken, dass

  • auch in Österreich die humanitäre Idee der Special Olympics Bewegung gezielt weiter verbreitet wird und
  • durch verschiedene Aktionen Spendengelder für Special Olympics Österreich zu sammeln
Mittlerweile ist die österreichische Exekutive zum größten Sponsor von Special Olympics Österreich geworden. Innerhalb von 13 Jahren wurden den österreichischen mental behinderten Sport bereits mehr als 400.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die bisher gesammelten Spendengelder stammten

  • aus dem Verkauf von T-Shirts
  • aus Firmenspenden
  • von Fackelläufen
  • eines Gewinnspieles
  • Veranstaltungen wie Mountain-Bike-Marathon, Laufveranstaltungen und Benefizbälle
Durch zahlreiche positive Medienberichte über die Aktivitäten der Exekutive konnte in den letzten Jahren auch wesentlich dazu beigetragen werden, dass nicht nur die humanitäre Idee von Special Olympics weiterverbreitet wurde, sondern dass auch die Akzeptanz und die Toleranz gegenüber mental behinderten Menschen in der Bevölkerung erhöht wurde.

Den Ehrenschutz über diese Initative hat Arnold Schwarzenegger inne.

Am 06. Juni 2006 übergab im Rahmen einer Feierlichkeit Frau Bundesminister Liese Prokop an den Präsidenten von Special Olympics Österreich, Herrn Hermann Kröll, einen Scheck über 15.000 Euro. Bei diesem Geldbetrag handelte es sich um den Reinerlös des Jahres 2005 der Initative "Exekutive fürs Special Olympics". 7.000 Euro stammen aus der Aktion "Go for Gold", welche gemeinsam mit der Österreichischen Sporthilfe durchgeführt wurde und 8.000 Euro aus dem jährlich stattfindenden T-Shirtverkauf.

Bild v.l.: Toni Schutti, Sporthilfe, Heribert Thaller, Special Olympics Österreich, Mag. Andreas Heralic, Sporthilfe, Bgm. Hermann Kröll, Präsident Special Olympics Österreich, Frau BM Liese Prokop, Adi Reiter, LKA Szb., Dr. Günther Marek, BM.I, Walter Buchegger, LPK Szb.

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