Erste Medaillen für unser Team!

 Wir haben die ersten Medaillen! Cornelia Pichelbauer war heute die erste Athletin unseres Teams, die sich Edelmetall sichern konnte. Die Judoka-Lady aus Niederösterreich gewann zwei ihrer drei Kämpfe – die beiden dafür innerhalb der ersten 15 Sekunden – und verlor erst den Entscheidungskampf gegen ihre Konkurrentin aus Ungarn. Somit gewann sie am Ende die Silbermedaille, über die sie aber natürlich auch sehr happy ist. „Ich wollte zwar Gold, aber ich bin mit Silber auch zufrieden. Die Gegnerin war einfach im letzten Kampf stärker, das muss ich akzeptieren“, analysierte die Niederösterreicherin wie ein Profi.

Ihre Teamkollegin Elsbeth Perz machte es ihr wenige Stunden später fast nach, verlor zwei und gewann zwei Kämpfe und sicherte sich so die Bronzemedaille. Fotos vom Wettkampf und von der Siegerehrung gibt es natürlich auf unserer Flickr-Seite!

Als erste Athletin war heute übrigens Nicola Maitz im Einsatz. Die Vorarlberger Schwimmerin bestätigte ihre Leistung vom Divisioning und holte sich den 7. Platz über die 50 Meter Freistil.

Am Nachmittag kämpften dann unsere Bowling-Herren im Unified-Teambewerb um die Medaillen. Gerald Weinhofer, Harald Wimmer und die Unified-Partner Ernst Lueger und Harald Hafner mussten sich am Ende aber mit dem 6. Platz zufrieden geben. Auch wenn sich die Burgenländer vielleicht ein bisschen mehr erwartet haben, die Leistung hat zum größten Teil auf jeden Fall gepasst. Es sind eben Weltspiele und auch andere Nationen sind nach Abu Dhabi gekommen, um die Medaillen zu gewinnen. World Games sind kein Wunschkonzert ;-)

Davon kann auch Claus Kaltenbacher ein Lied davon singen. Er war heute vermutlich unser größter Pechvogel, obwohl seine Leistung absolut großartig war und er im Powerlifting-Wettkampf auch mehr als 100 Kilogramm stemmte. Es hat leider nicht ganz für eine Medaille gereicht – er wurde viermal Vierter! Bei den Kniebeugen, beim Bankdrücken und im Kreuzheben sowie bei der Kombination schauten am Ende „nur“ diese undankbaren Plätze heraus... Trotzdem: Claus kann auf jeden Fall stolz auf seine gezeigten Leistungen sein. Die Einteilung in seiner Gruppe war alles andere als fair, diese erfolgte nach Alters- und Gewichtsklasse – und da hatten seine Gegner doch den einen oder anderen Vorteil.

Ohne Medaille blieben auch die Radfahrer Günter Mayrhuber und Susanne Kramer beim Zeitfahren über 2 Kilometer. Auf dem Yas Marina Curcuit, wo sonst die Formel-1-Boliden mehr als 300 km/h erreichen, gaben die beiden Oberösterreicher ordentlich Gas, wurden dafür aber nicht mit einer Medaille belohnt. Ihnen bleibt allerdings noch eine Chance, am 20. März starten sie noch im Zeitfahren über 1 Kilometer.

Feiern konnten dagegen unsere Fußballer in der Zayed Sports City – sie schlugen heute die Mannschaft aus Rwanda mit 4:1. Für sie steht am Montagnachmittag die nächste Partie an.
Nur wenige Meter daneben waren unsere beiden Tennisspieler aus der Steiermark im International Tennis Centre im Einsatz. Sie wurden nach dem Divisioning in 4er-Gruppen eingeteilt. Sascha Rössl spielt in seiner Gruppe um Gold und Silber, Barbara Pölzl kämpft um Bronze. Heute zeigte Sascha gleich mal stark auf und gewann mit 4:0, 4:0. Babsi verlor ihr Spiel 0:4, 1:4. Morgen treten sie im Mixed-Bewerb an und wollen auch dort um die Medaillen spielen.

Eine Zumutung war es heute auch wieder für unsere Reiter im Al Forsan Resort. Zeitpläne wurden wieder nicht eingehalten, falsche Pferde vergeben (man fragt sich, wofür man davor ein Horse Matching macht...) und die Nerven der Athleten und Betreuer wurden wieder bis aufs Höchste strapaziert. Man kann sich nur wundern, wie ruhig unsere vier Reiter ihr Programm noch abspulen können und wie professionell sie auf dieses Chaos der Organisatoren reagieren. Sie können einem richtig leid tun – umso höher muss man ihre Leistungen einschätzen: Im Working Trail holten Lea Gschwandtner und Christian Moritz heute die Bronzemedaillen, Stefanie Bodner holte den tollen 4. Platz! Man kann nur hoffen, dass dieses Chaos bald ein Ende hat und die Reitbewerbe ohne schwere Verletzungen über die Bühne gehen. Es hilft nix, wo Kritik angebracht ist, da darf sie auch fallen. So sehr sich die Organisatoren in den verschiedensten Venues bemühen und so hilfsbereit und freundlich sie auch sind, so schlimm ist die Situation bei den Reitern. Weltspiele sollten anders funktionieren...

Unser ganz eigener Medaillenspiegel nach den ersten Entscheidungen sieht folgendermaßen aus:

1 x Silber
3 x Bronze
5 x Platz 4
1 x Platz 5
2 x Platz 6
1 x Platz 7

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