"Einen Marathon unter drei Stunden zu laufen wäre ein Traum!"

Für viele Menschen ist es absolut unvorstellbar, einen Marathon zu laufen. Nicht aber für James Richardson, denn der Vorzeigeathlet aus Salzburg hat den Vienna City Marathon in der Fabelzeit von drei Stunden und elf Sekunden bewältigt. Wir haben uns mit dem 30-Jährigen unterhalten, was ihm der Erfolg bedeutet und welche Ziele er sich nun gesteckt hat.



SO Österreich: Hättest du dir vor dem Marathon gedacht, dass du so eine tolle Zeit laufen wirst?

Richardson: Ich habe mir schon gedacht, dass ich meine persönliche Bestzeit unterbieten möchte und zum Glück hat es dann auch so super geklappt. Ich bin wirklich stolz auf meine Leistung und möchte es in Zukunft noch schaffen, diese verflixten elf Sekunden wegzubekommen, denn unter drei Stunden einen Marathon zu laufen, wäre ein Traum für mich!



Viele Leute können es sich nicht vorstellen, einen Marathon zu laufen. Darum lass uns bitte kurz an deinem Lauf teilhaben. Was ist dir während den 42 Kilometern durch den Kopf gegangen?

Ich hatte eigentlich von Start weg ein super Gefühl. Ab dem Kilometer 26 ist es dann aber immer schwieriger geworden, weil meine Beine schon sehr schwer waren. Da bin ich auch etwas zurückgefallen. Die letzten fünf Kilometer waren dann die schlimmsten, einfach weil ich schon so müde Beine hatte, aber ich konnte mich überwinden und fand dann noch einmal zurück zu meiner Leistung. Am Ende war ich aber schon froh, dass es vorbei war!



Wie hast du dich auf so ein Großevent wie den Vienna City Marathon vorbereitet?

Ich habe einen Trainingsplan über zwölf Wochen gehabt und diesen sehr genau durchgezogen, anders wäre es sicher nicht gegangen. Jeden Tag habe ich zum Teil alleine, aber auch zum Teil mit meinem Vater drei Stunden trainiert. Wir waren nicht nur laufen, sondern sind auch Skitouren gegangen oder haben uns auf den Rädern fit gehalten. Ich musste auch genau auf meine Ernährung achten!



Wie kann man sich das vorstellen?

Ich musste ganz viele Kohlenhydrate zu mir nehmen, also Spaghetti und Reis und solche Dinge. Es ist mir zum Glück aber recht leichtgefallen, da ich das alles sehr gerne habe! Wichtig bei meinem Training war auch meine Pulsuhr, die ich ständig bei mir hatte.

 

Der Vienna City Marathon war nicht dein erstes Großevent. Du warst bereits bei den Special Olympics World Winter Games 2017 in der Steiermark dabei. Was hast du von dieser Zeit mitgenommen?

Ich habe dort an den Langlaufbewerben teilgenommen und es hat einfach riesigen Spaß gemacht. Es ist so ein schönes Gefühl, wenn einem die Menschen zujubeln und mich und meine Kollegen anfeuern. Bis heute habe ich noch mit einigen Leuten von damals Kontakt und ich hoffe, schon bald wieder bei Special-Olympics-Bewerben mitmachen zu können.

 

Welche Ziele hast du dir denn für die Zukunft gesteckt?

Ich möchte unbedingt im Herbst den Graz-Marathon laufen und meine Bestzeit erneut verbessern. Außerdem will ich bei den Special Olympics National Games 2020 in Kärnten mitmachen. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, dass ich bei den World Games in Schweden und in Deutschland teilnehmen werde. Vor allem die Weltspiele in Berlin 2023 wären eine tolle Sache für mich, da ich noch nie bei Sommerspielen war.


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