Eiszeiten – Chasing Gold: 3 Eiskunstläufer auf ihrem Weg zu den World Games

Der Dokumentarfilm „Eiszeiten – Chasing Gold“ begleitet zwei Eiskunstläufer mit Behinderung und eine Eiskunstläuferin auf ihrem Weg zu den Special Olympics World Winter Games 2017 in Graz. Das inklusive Filmteam „alpha nova Medienbüro“ machte sich gemeinsam mit den Athleten der „Lebenswelten der Barmherzigen Brüder – Steiermark“ auf den Weg zu den ersehnten Spielen – durch alle sportlichen und emotionalen Hochs und Tiefs. Über ein halbes Jahr lang war man mitten im Geschehen.

 

Berührend inklusives Kinoerlebnis

Entstanden ist ein intimes und authentisches Portrait dreier unterschiedlicher Menschen, die der Sport begeistert und der ihnen hilft, ihr eigenes Potenzial zu entfalten und Barrieren zu überwinden. Auch die einzigartige Stimmung rund um die World Winter Games, die die gesamte Stadt eine Woche lang prägten, ist spürbar. Durch die Arbeit in einer inklusiven Film-Crew entstand eine ganz eigene Bildsprache. Ihr liebevoller und auch ehrlicher Blick auf drei ganz unterschiedliche Charaktere und ihre Nähe und Authentizität fernab von Klischees macht diese Dokumentation zu einem einzigartigen Kinoerlebnis.

 

Ein Film lebt von seinen Protagonisten

Die Protagonisten Mario Hammer und Silke Weinhofer („Unified"-Paarlauf) sowie Christian Kornhauser (Herren Einzel Eiskunstlauf) leben, arbeiten und trainieren in den „Lebenswelten der Barmherzigen Brüder – Steiermark“. Christian Kornhauser zählt zu den erfolgreichsten Special Olympics Teilnehmern der Welt.
Silke Weinhofer ist als Trainerin bei den „Barmherzigen Brüdern“ tätig. „Ich musste mich erst mit der Sportart vertraut machen, weil es für mich etwas ganz Neues war. In dieser Zeit war mir Christian eine große Hilfe, da er Eiskunstlauf schon seit über 25 Jahren trainiert. Und das hat uns sehr zusammengeschweißt. Am Anfang habe ich von ihm gelernt und später er von mir“, erzählt Silke Weinhofer über das Training mit Christian Kornhauser für den Einzelbewerb.
Doch die Bewegungspädagogin war nicht nur als Trainerin aktiv, sondern auch als Athletin. Gemeinsam mit Mario Hammer nahm sie im „Unified"-Paarlauf teil. Für Mario Hammer war die Zusammenarbeit von Beginn an gelungen: „Im Paarlauf ist schön, dass noch jemand da ist, der auf dich schaut“, zeigt sich der Sportler begeistert.

 

Hautnahes Miterleben, Lachen, Leiden, Hoffen und Freuen

Das intensive Training der Vorbereitungszeit, die Olympischen Wettbewerbe, der Trubel und Medienrummel der Spiele und vielleicht auch die erhoffte Siegerehrung – hautnah lebt, lacht, leidet, hofft und freut man sich in „Eiszeiten – Chasing Gold“ mit.

Doch nicht nur der Sport zeigt sich hier von seiner inklusiven Seite – auch der Film selbst entstand als inklusives Projekt: Menschen mit und ohne Behinderung haben als Kameraleute, im Schnitt, in der Regie und Organisation zusammen gearbeitet. Das hat auch zur speziellen Bildsprache von „Eiszeiten – Chasing Gold“ entscheidend beigetragen. „Es ist ein Stimmungsfilm mit starken, gefühlvollen Bildern geworden“, so Christian Stani vom alpha nova Medienbüro. Der Entstehungsprozess des Films war auch ein großes Lernfeld für alle. „Das Arbeiten im Team war lustig. Wir durften überall live dabei sein. Natürlich können immer wieder Fehler passieren, aber wir haben, glaube ich, das Perfekte aus unseren Möglichkeiten gemacht“, beschreibt Kameramann Roman Schlauer seine Erfahrungen. Dass der Film jetzt im Kino gezeigt wird, machte die Filmerinnen und Filmer besonders stolz: „Wir haben lange und hart an dieser Doku gearbeitet: selbst gefilmt, geschnitten, das Filmplakat designt. Dass wir unsere Arbeit jetzt auf so einer großen Leinwand betrachten können, freut mich riesig! Da kann man uns schon auf die Schulter klopfen,“ freut sich Ismael Zeed, der für Kamera und Schnitt mitverantwortlich ist. Auch die Filmmusik stammt teils von inklusiven Bandprojekten wie der Grazer Formation „Die Grandiosen Krassen Hosen“ oder den Australiern „Rudely Interrupted“.

 

Zum Filmteam:
Das alpha nova Medienbüro ist ein inklusives Medienprojekt, organisiert vom sozialen Träger „alpha nova Betriebsgesellschaft mbH“, finanziert vom Land Steiermark. Menschen mit und ohne Behinderung gestalten gemeinsam Image-Filme für Firmen, eine monatliche Sendung auf „Radio Helsinki“ („Unerhört. Radio ohne Barrieren“) sowie das alle zwei Monate erscheinende Printmagazin „Yolo“. „Eiszeiten“ ist ihr erstes, größeres Dokumentarfilmprojekt.

 

FILMPREMIERE am „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“
Der 45minütige Dokumentarfilm feiert am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, seine Kinopremiere im UCI KINOWELT Annenhof. Danach ist er dort im regulären Kinoprogramm täglich zu sehen.

 

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