Österreich fliegt mit 61 Athleten zu den Special Olympics World Summer Games

Zwei Jahre nach den großartigen Heimspielen steht für Special Olympics Österreich wieder ein internationales Großevent auf dem Programm. Vom 14. bis 21. März finden in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Weltsommerspiele statt. Die rot-weiß-rote Delegation nimmt mit 61 Athleten und 21 Unified-Partnern daran teil, unterstützt von 20 Trainern.


Während man in den meisten Regionen Österreichs alles andere als an den Sommer denken kann, heißt es für die heimischen Special-Olympics-Athleten schon bald: Koffer packen und ab in die Wüste! Im März werden die ersten Weltspiele von Special Olympics im arabischen Raum ausgetragen, die Vereinigten Arabischen Emirate sind Gastgeber für rund 7.500 Athleten aus 192 Nationen – unter ihnen eben auch 61 Sportlerinnen und Sportler aus den neun Bundesländern sowie 21 Unified-Partner (Athleten ohne Beeinträchtigung) und 20 Trainer. Für viele in der heimischen Delegation sind es die ersten Weltspiele überhaupt, für alle aber auf jeden Fall ein großes Abenteuer und eine Reise in eine andere Welt, was Klima, Kultur, Religion und Gesellschaft betrifft. Dass die Weltsommerspiele im März stattfinden, hat einzig und allein den Grund, dass man den Sportlern mit intellektuellen Beeinträchtigungen „angenehmere“ Temperaturen bei der Ausübung ihres Wettkampfes bieten will. Wenngleich zu dieser Zeit das Thermometer auch immer wieder gerne in Richtung 25 bis 28 Grad Celsius steigt.

„Es werden sicherlich großartige Weltspiele und ich bin überzeugt, dass die ersten World Games im arabischen Raum alle Erwartungen übertreffen werden. In Abu Dhabi hat man weder Kosten noch Mühen gescheut, um der ganzen Welt zu zeigen, dass man den Athleten aus allen Kontinenten eine perfekte Bühne bieten kann“, meint Jürgen Winter, Präsident von Special Olympics Österreich. Was ihn ganz besonders freut: Die Teilnahme an den Weltspielen in Abu Dhabi wird seitens des Sportministeriums gefördert. „Das war für uns nach den Heimspielen in Graz, Schladming und Ramsau ein ganz wichtiger Schritt und ein sehr großer Erfolg. Unsere Athleten sind somit gleichgestellt gegenüber jenen Sportlern, die bei Olympischen Spielen oder Paralympischen Spielen an den Start gehen.“

Die zahlenmäßig größte Abordnung stellt das Bundesland Vorarlberg mit 13 Athleten, 6 Unified-Partnern und 7 Trainern. Auch die Steiermark (17) und Kärnten (15) sowie Salzburg (12) entsenden zahlreiche Personen in den Wüstenstaat.
Was die Sportarten betrifft, kämpfen die Österreicher in 13 von 24 angebotenen Sportarten um die begehrten Medaillen: Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Judo, Leichtathletik, Powerlifting (Gewichtheben), Radfahren, Reiten, Schwimmen, Segeln, Tennis und Tischtennis. Auch im Demonstrationswettbewerb Tanzsport ist Österreich mit zwei Tanzpaaren (jeweils eine Athletin mit einem Unified-Partner) vertreten.

Die Vorbereitung auf die Sommerspiele im März ist für Österreichs Team derzeit naturgegeben nicht immer so einfach. Die kalte Jahreszeit und vor allem der viele Schnee in zahlreichen Regionen des Landes haben es unter anderem den Seglern und Golfern erschwert. Sie müssen für ihre Trainingseinheiten und Vorbereitungen Alternativen finden, manchmal dafür sogar ins benachbarte Ausland ausweichen. „Unsere Sportler werden dennoch top vorbereitet an den Start gehen, das ist den Trainern und Unified-Partnern zu verdanken, die sich in den letzten Wochen und Monaten ordentlich ins Zeug gelegt haben. Wir können frohen Mutes und hoffnungsvoll Anfang März in den Flieger steigen“, ist Sportdirektor Heinrich Olsen optimistisch.

Auf die Segelteams wartet definitiv eine große Herausforderung, sie müssen im Persischen Golf vor der Küste Abu Dhabis in einem anderen Bootstyp antreten. „Sie haben sich alle seit Sommer in der 420er-Klasse vorbereitet, vor Weihnachten wurden seitens der Organisatoren überraschend die Bootsklassen geändert. Das heißt, dass nun nicht im 420er, sondern im Laser gesegelt wird“, erklärt Olsen. Das erfordert natürlich einiges an Umstellung für die Unified-Teams, daher plant der Sportdirektor derzeit, drei Tage früher nach Abu Dhabi zu reisen, damit sich die Sportler und Unified-Partner noch besser vorbereiten können. „Eventuell fliegen wir mit den Seglern, den Golfern und den Fußballern bereits am 5. März, damit sie noch ein paar Trainingstage einschieben können.“

 

Hier geht's zur Übersicht der österreichischen Delegation!

 

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